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Wie reize ich meine Muskeln zum Wachstum?
Durch Wiederstandstraining/Gewichttraining
| Okay, das ist keine umwerfende Erkenntnis, deshalb folgen hier die 7 Grundregeln, welche man beachten sollte, damit sich Erfolge einstellen /1/ | ||
| 1. Das Gesetz der individuellen Unterschiede | Wir haben alle verschiedene Fähigkeiten und Schwächen. Wir reagieren alle (bis zu
einem gewissen Grad) auf ein bestimmtes Trainingsystem. An diese individuellen Unterschiede muss man immer denken,
wenn man ein Trainingsprogramm zusammenstellt. |
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| 2. Das Prinzip der Überkompensation | Der Körper kompensiert Trainingsstress nicht nur, sondern überkompensiert Trainingsstress
durch Bildung größerer und stärkerer Muskeln. Es ist ein Überlebensmechanismus, der in den genetischen Informationen des Einzelnen eingebaut ist. |
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| 3. Das Überladungsprinzip | Damit der Körper mit einer Überkompensation reagieren kann, müssen die Muskeln
einer Belastung ausgesetzt werden, für die sie eigentlich nicht vorgesehen waren. Um Kraft, Muskelmasse oder Ausdauer zu verbessern, egal bei welchem Training, müssen die Übungen gegen einen Widerstand ausgeführt werden, der über dem "Normalwert" liegt. Wenn Du bei jedem Training das gleiche Gewicht und die gleiche Anzahl von Wiederholungen durchführst, wirst Du Dich nicht verbessern. Hier gibt es leider auch eingebautes Problem: Der Körper kann sich nämlich wunderbar dem Trainingstress anpassen. Das führt dazu, dass, wenn Du stärker und stärker wirst, auch der Stress entsprechend ansteigen muss. Der Stress ist schließlich so hoch, dass Du Dich nicht mehr erholt kannst. Die Lösung? Die Lösung ist sehr sehr einfach. An diesem Punkt, musst Du das Split System einführen. Teile das Training auf verschiedene Tage auf. |
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| 4. Das SAID Prinzip: Das ist eine Abkürzung für " Specific Adaption to Imposed Demands" | Das heißt, Deine Muskeln und die zugehörige Zellverbindungen passen sich in ganz
verschiedener Weise an den Trainingsstress an. Wenn Du also stärker werden willst, musst Du schwerere Gewichte verwenden, als wenn Du Deine muskuläre Ausdauer verbessern willst. Daraus ergeben sich natürlich auch Probleme, wenn man gleichzeitig verschiedene Ziele erreichen will. Wenn Du z.B. Kraft und Ausdauer verbessern willst, so wirst Du nie die Kraft entwickeln können, als wenn Du nur für Kraft trainierst. Dieser Anpassungsprozess an das Widerstandstraining kann sich mit der Zeit dramatisch ändern. Besonders mit dem Alter. |
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| 5. Das Benutzungs/Nicht- Benutzungs Prinzip | " Gebrauche sie oder nicht" bedeutet, dass die Muskeln bei Benutzung
mit Wachstum reagieren und bei Nicht-Benutzung mit Schwindung. Leider ist es so, dass die Muskeln viel schneller schwinden, als wachsen. Glücklicherweise gibt es aber auch den "muscle memory"-Effekt, der es erlaubt, Kraft und Masse wieder relativ schnell aufzubauen. |
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| 6. Das GAS Prinzip: GAS := General Adaption Syndrome" | Dieses Gesetz sagt, dass einer Periode hoch intensivem Trainings eine Periode
weniger intensivem Trainings oder vollständiger Ruhe folgen muss. Wird ein Muskel einer intensiven Belastung ausgesetzt, braucht er einfach Zeit um zu "heilen" und sich anzupassen. Die notwendige Erholung und Überkompensationszeit muss genommen werden, damit weiteres Training nicht zu einer Endlosspirale von kleinen Verletzungen im Muskel führt, so dass eine weitere Verbesserung unmöglich ist. Wenn ein Muskel nun wenig belastet wurde, braucht er wenig Zeit zur Erholung. Das heißt nach Überschreitung der Überkompensationszeit, fängt er an zu schwinden. Ein Beispiel: Wenn ein Training mit schweren negativen Bewegungen durchgeführt wurde, wird viel Erholungszeit gebraucht, weil diese Art des Trainings sehr traumatisch für die Muskeln ist. Wenn das gleiche Training mit gleichem Widerstand und Geschwindigkeit aber ohne die negativ- Bewegungen ausgeführt wird, ist die notwendige Erholungszeit wesentlich geringer. Dieses Prinzip wird von jenen falsch verwendet, die jede Muskelgruppe nur einmal in der Woche trainieren, weil es eben "funktioniert ". Das ist generell nicht ratsam, da sechs Tage Ruhe zuviel ist. Es ist nicht zu vermeiden, dass zum einen wertvolle Zeit verloren geht und zum anderen sehr wahrscheinlich in bestimmten Muskeln Abbauerscheinungen auftreten. |
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| 7. Das Spezialisierungs- Prinzip |
Das heißt ganz einfach: "Du wirst bei Kniebeugen stärker, wenn Du Kniebeugen
machst". Du bekommst eine größere Ausdauer, wenn Du lange Stecken läufst, anstatt mehrere kleine Teilstrecken. |
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Empfehlenswert sind hier die Artikel von Dr. Fred Hatfield auf seiner homepage http://www.drsquat.com. In den Antworten wird sich auf diese Artikel bezogen, da die Kernaussagen einleuchtend und nachvollziehbar sind. Außerdem, was selten der Fall ist, gibt Hatfiled die Literaturquellen zu seinen Berichten an. Die Biographie (Originalversion) von Hatfield finden sie hier: Biographie lesen |
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Lit.quellen |
1 | http://www.drsquat.com: THE SIMPLICITY OF PERIODICITY | |
| Biographie von Fred Hatfield | Quelle: Ask the Doctor....Archive Page Number 10 ....Answers from Dr. Fred Hatfield, a.k.a. Dr. Squat http://www.sportsstrength.com/fredans.htm |
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Frederick C. Hatfield, Ph.D. is Co-Founder and President of The International Sports Sciences Association (ISSA). He received his Ph.D. in the social sciences of sport (motor learning, sports psychology and sports sociology) from Temple University, his Master of Science degree from the University of Illinois at Champaign/Urbana and his Bachelor of Science degree from Southern Connecticut State University. He has taught graduagte and undergraduate courses related to sports psychology, strength physiology, research methodology and design, human development and physical education (among other courses) at the University of Wisconsin, Newark State College, Bowie State College, University of Illinois and Temple. He is, or has been a consultant, to the U.S. Olympic Committee, the West German Bodybuilding Federation, Australian Powerlifting Federation, and CBS Sports. He was coach of the U.S. National Powerlifting team and a member of the executive committees of the U.S. Olympic Weightlifting Federation and U.S. Powerlifting Federation. The founding editor of SPORTS FITNESS magazine, he has written more than 60 books on sports fitness, weight training and athletic nutrition. He is a former standout college gymnast, a former Mr. Atlantic Coast and Mr. Mid America in bodybuilding, a former Connecticut State weightlifting and bodybuilding champion, broken over 30 world records in powerlifting and won the world Championships in powerlifting three times in three different weight divisions. In 1987, at the age of 45, Hatfield established a world record in the squat at 1014 pounds (255 pounds body weight), the most anyone had ever lifted in the history of competition. His frequent world record-breaking performances in the squat have gained him the nickname of "Dr. Squat." |