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Woran Diäten scheitern
Die meisten Diäten versagen in der Praxis
Der Jo-Jo-Effekt
Die Setpoint-Theorie
Wie kann man den Setpoint senken ?

Quellen/Literatur: Schlank werden und schlank bleiben! Dipl.-Oecotroph Antje Ulrich,
ngv Verlag für Nahrung, Gesundheit und Vitalität
  Identischer Text auch auf der homepage von Strength Systems bzw NutriSearch: http://www.hi-tec.de

Woran Diäten scheitern
Die Verwirrung ist perfekt! Schätzungsweise 300 verschiedene Schlankheitsdiäten werden derzeit propagiert. Eines haben viele dieser Erfolgsrezepte und Blitzdiäten gemeinsam: Das Versprechen, ohne Anstrengung und Hungergefühl abzunehmen. Was sogar stimmt, denn (vorübergehend) schlank werden gelingt mit beinahe jeder Diät. Aber schlank bleiben - das klappt nur selten.
Denn: Je schneller die Pfunde schwinden, desto schneller sind sie hinterher wieder drauf. Dieses Phänomen nennt man den Jo-Jo-Effekt. Dauerhaft abnehmen können Sie nur mit der schon oben erwähnten Formel, bei der die Diät nur einen Baustein für eine relativ kurze Zeit darstellt.

Dazu gibt es, wie im Text schon angedeutet, eine Reihe hervorragender "Hilfsmittel", seien es nun fettarme Spezialnahrungsmittel, die in den normalen Speiseplan eingebaut werden können, oder nach wissenschaftlichen Erkenntnissen zusammengesetzte Spezialdiäten bzw. Spezialpräparate, die die Figurkontrolle wesentlich erleichtern.

Um Ihnen bezüglich Ihrer Figurprobleme eine erste Hilfestellung zu geben, empfiehlt sich ein vertiefender Einblick in die Ernährungslehre, wobei wir Ihnen zeigen wollen, warum auch die beste Diät im allgemeinen nur kurzfristig wirkt.

Die meisten Diäten versagen in der Praxis
Fast alle Diäten basieren auf einem einfachen Generalrezept: Die Kalorienzufuhr einschränken und/oder den Kalorienverbrauch erhöhen.

Dieses Rezept kennen Sie wahrscheinlich schon. Wenn nicht - es wird Ihnen auch nicht viel helfen. Dieses Rezept dauerhaft in die Tat umzusetzen, ist das eigentliche Problem. Dieses Patentrezept, auf dem übrigens alle üblichen Diäten basieren, bedeutet in der Praxis, insbesondere angesichts der kulinarischen Verlockungen unserer Wohlstandsgesellschaft, eine solche Selbstkasteiung, daß alle üblichen Reduktionsdiäten nur kurze Zeit durchgehalten werden.

Der Jo-Jo-Effekt
Der Organismus stellt sich während der Diät auf die „Notsituation Nahrungsmangel" ein, schaltet auf Sparflamme und verbraucht weniger Kalorien bei zugleich gründlicherer Nahrungsverdauung - eine Überlebensstrategie für Notzeiten. Die Anfangserfolge beim Gang auf die Waage trügen, denn hauptsächlich wurde nur Wasser aus dem Zellgewebe abgebaut. Sind die gewünschten Pfunde dann runter, wird wieder normal gegessen. Der Körper stellt sich zwar spielend auf Krisenmanagement ein, doch umgekehrt schaltet der auf Sparflamme programmierte Stoffwechsel die intensive Energieverwertung nach Beendigung der Diät nicht so schnell wieder ab. Schon durch die normalen Nahrungsmengen wird Fett angesetzt, um für kommende schlechte Zeiten besser gewappnet zu sein. Und weil bei der Hungerkur mit großer Wahrscheinlichkeit auch Muskeln abgebaut werden, ist der Körper innerhalb kürzester Zeit fetter und schwammiger als vor der Diät. Mit jeder neuen Schlankheitskur trainiert man diese Fähigkeit seines Körpers, sich an häufige Diäten anzupassen, immer besser. Der Erfolg: Das Abnehmen wird von Mal zu Mal schwieriger und das Zunehmen leichter!

Weitere Nachteile kommen hinzu: Unter strengem Kalorienkonsum wird man nicht gerade zu Bewegungsaktivitäten motiviert, und mit knurrendem Magen unterliegt man den vielfältigen Eßverlockungen besonders leicht. Je strenger die Diät und je weiter sie von der gewohnten Ernährung entfernt ist, desto eher besteht „Rückfallgefahr" und desto schneller nimmt man wieder zu.

Der Jo-Jo-Effekt läßt sich noch besser mit der Setpoint-Theorie erklären.

Die Setpoint-Theorie
Nach der Setpoint-Theorie hat jeder Mensch ein gewisses biologisches Gleichgewicht, ein Individualgewicht, das immer wieder angestrebt wird. Viele von Ihnen haben es vielleicht selbst schon bemerkt: Sie haben Ihr ganz bestimmtes Übergewicht. Darüber hinaus nehmen Sie nicht oder nur wenig zu. Haben Sie nun eine Abmagerungskur gemacht, so hat Ihr Organismus nichts Eiligeres zu tun, als Ihr Gewicht auf eben diesen Punkt einzupendeln, kurz: Unsere Stoffwechselvorgänge programmieren den Körper im Selbstregulierungsverfahren auf ein bestimmtes Gewichtslevel - eben den Setpoint. Reguliert wird das Gewicht, ähnlich wie Computerfunktionen, durch verschiedene biochemische „Befehle", die vorgeben, wieviel von der Nahrung als Fettgewebe eingelagert und wieviel als Energie verbrannt wird.

Im menschlichen Organismus stellt der Setpoint den Wert dar, auf den das körpereigene Thermostat, der Gleichgewicht-Kontroll-Mechanismus (kurz: GKM), eingestellt ist. Gefährden Sie nun den programmierten Körperfettgehalt, indem Sie auf Diät gehen, ergreift der GKM Maßnahmen, um die Fettreserven zu schützen. Dies geschieht auf zweierlei Weise. Zum einen hat der GKM einen direkten Einfluß auf den Appetit. Er steigert oder senkt Ihren Appetit, damit Sie Ihr programmiertes Gewicht halten.

Andererseits kann der GKM Stoffwechselvorgänge in Ihrem Körper dahingehend beeinflusssen, daß Sie Energie „speichern" oder „verschwenden", falls Sie zuviel oder zu wenig essen. Wenn Ihrem Körper Nährstoffe fehlen, meldet sich der Appetit. Ein weiterer Faktor, der Ihr Körpergewicht beeinflußt, betrifft eine Art von Fettgewebe, die „braunes Fett" genannt wird. Braunes Fettgewebe enthält pro Fettzelle ungleich mehr Mitochondrien („Kraftwerke" der Zelle) als gewöhnliches Fettgewebe. Durch die höhere Zahl an Mitochondrien verbraucht braunes Fettgewebe mehr Energie als normales Speicherfett und leitet überschüssige Energie in Form von Wärme ab. Bei Menschen mit Gewichtsproblemen arbeiten die braunen Fettzellen oft weniger effektiv.

Der individuelle Setpoint, der bei Übergewichtigen höher als normal liegt, ist von vielen Faktoren abhängig. Wichtig sind hierbei die genetische Veranlagung und alle Ursachen für Übergewicht, die wir oben aufgeführt haben. Auch häufige Diäten (Stichwort Jo-Jo-Effekt) können dazu beitragen, daß der Setpoint sich nach oben verschiebt, um auf die regelmäßígen Reduktionsdiäten mit einer größeren Fettreserve eingestellt zu sein.

Wie kann man den Setpoint senken ?
Sie müssen allem, was Ihren Setpoint erhöht hat, entgegenwirken. Im Endeffekt heißt das, Sie müssen die oben beschriebenen Ursachen für Ihr Übergewicht beseitigen. Doch das wichtigste an der ganzen Setpoint-Theorie ist, daß sich
der neue Setpoint mindestens neun Monate auf dem neuen Level stabilisieren muß, wobei das Gewicht nie mehr als 102,5 % des Zielgewichts betragen darf. Das Zielgewicht ist Ihr persönliches Wunschgewicht, das Sie als 100 % nehmen. Sollten Sie die 102,5%-Barriere überschreiten, sollten Sie sofort mit einer Kurzdiät auf 97,5 % des Gewichtes heruntergehen. Durch dieses System wird Ihr Setpoint-Gewicht nach ca. 9 Monaten stabilisiert sein.

Genau hier liegt das Problem bei üblichen Diäten: Sie werden nicht über neun Monate durchgehalten, ein neuer Setpoint kann sich nicht stabilisieren und anstelle des alten treten. Die Rückfallquote ist deshalb beträchtlich; sie liegt bei üblichen Diäten bei durchschnittlich 70 %.

Moderne Nahrungsergänzungen wie HCA und Peptid FM (s.u.) können verhindern, daß das Gewicht nach erfolgreicher Diät wieder ansteigt. Erfahrungsgemäß läßt sich die Rückfallquote dadurch von 70 % auf etwa 40 % senken.

Langfristig können Sie den Setpoint jedoch nur durch eine dauerhafte Ernährungsumstellung reduzieren. Denn auch bei stärkster Motivation können Sie sich nicht ewig mit Reduktionsdiäten selbstkasteien. Wenn Sie nach einer Diät Ihre gewünschte Figur erreicht haben, dann müssen Sie sich um eine gesunde und für Sie kalorienangepaßte Ernährung bemühen, damit Sie nicht gleich wieder, aus Gründen, die Ihnen ja mittlerweile bekannt sind, zunehmen.