1. Welche Möglichkeiten
gibt es, dass Körpergewicht zu reduzieren?
Kalorienbeschränkung und die Reduzierung der Kohlenhydrate.
Bei der Beschränkung der Kohlenhydrate fasst man das Übel an der Wurzel an, während man mit der Reduktion der Kalorien das Unkraut sozusagen nur oben abreißt.
Außerdem bedeutet Kalorienbeschränkungen ein ständiges Entbehren und ständigen Hunger, während
man sich erfahrungsgemäß leicht daran gewöhnen kann auf Kohlenhydrate zugunsten anderer Nahrungsmittel
zu verzichten.
2. Wenn man sein
Körperfett reduzieren will, was kann man erwarten? Einmal vorhandene Fettzellen werden nicht verschwinden. Bestenfalls
werden sich die bereits vorhandenen Fettzellen entleeren und es werden keine neuen aufgebaut.
Es gibt 2 Arten von Fettsucht, je nach der Zahl der Fettzellen: die hypertropische und hyperplastische
Fettsucht.
Bei der hypertropischen Form ist die Zahl der Fettzellen normal, nur ihre Größe und Füllungszustand
haben zugenommen.
Bei der hyperplastischen Form hat sich die Zahl der Fettzellen vermehrt und es sind Fettzellen auch dort entstanden,
wo sie nicht in gehören, z.B. an den Hüften, wo sie instinktiv auch als unschön empfunden werden.
Es ist leichter, Fettzellen, die sich übermäßig an gestopft haben, zu entbehren, als Fettzellen
überhaupt zum Verschwinden zu bringen.
3. Was ist die Folge einer kalorienarmen Diät ohne Kohlenhydratbeschränkung? Man kann jeder gewünschter Linie erreichen, aber die Endstation
ähnelt wohl mehr einer Hungerfigur.
Aufgrund der abgebauten Eiweißreserven ist der Körper nicht für nicht mehr für
Sport und andere Leistungen brauchbar.
4. Was ist die Folge einer kohlenhydratarmen Diät
ohne Kalorienbeschränkung?
Man wird schlanker, aber nicht mager.
Der Gewichtsverlust geht auf Kosten des Fettgewebes, während Muskulatur und die übrigen
Organe jeher profitieren.
5. Muss man vollständig auf Kohlenhydrate verzichten? Zitat Dr. Lutz: "Wer mit sechs
Einheiten nicht abnimmt, behält seinen Speck fast immer,
auch wenn er gänzlich kohlenhydratfrei lebt. Radikalkuren sind außerdem besonders für ältere
Leute nicht ungefährlich."
(6 Einheiten: hier sind Broteinheiten (BE) gemeint, 6BE entspricht ca 72 g Kohlenhydrate).
6. Was ist bezüglich schlankheitsfördernder Mittel
wie zum Beispiel der hormonartigen Substanz Leptin zu sagen? Man hat entdeckt, dass ein Mangel an Leptin Gewichtszunahme auslöst.
Solche Produkte werden aber mehr der pharmazeutischen Industrie helfen, als den Fettsüchtigen,
weil sie das Übel nicht an der Wurzel angreifen. Sie beeinflussen nicht die Kohlenhydratzufuhr und damit den
Insulinausstoß.
7.Was ist Insulin und woher kommt es? Insulin ist eines der Zuckerhormone unseres Körpers.Es wird in der Bauchspeicheldrüse produziert.
Insulin wurde nach den Inselzellen der Bauchspeicheldrüse benannt, weil es dort (von den
sogenannten Beta-Zellen) erzeugt wird.
8.Was ist Glukagon und woher kommt es?
Glukagon ist das 2. Zuckerhormon.Es wird in der Bauchspeicheldrüse
produziert.
Glukagon ist der Gegenspieler von Insulin. Glukagon entsteht in den Alphazellen der Bauchspeicheldrüse
9.Welche anderen Zuckerhormone
gibt es noch?
Cortisol und das Wachstumshormon STH.
Cortisol ist das Zuckerhormone der Nebennierenrinde.
Ein 4. Hormon wird im Vorderlappen der Hypophyse, der Hirnanhangdrüse erzeugt. Es heißt Wachstumshormon oder somatotropes Hormon (STH).
10.Was für
ein Hormon ist Cortisol? Was bewirkte es?
Cortisol ist eines der Zuckerhormone.Cortisol macht aus Eiweiß
Zucker
11.Wo und wann wird Cortisol produziert?
Cortisol wird in der Nebennierenrinde bei einer Überfunktion der
Nebennierenrinde produziert.
12.Woran kann man
z.B. die Handschrift des Cortisol zu erkennen? Ein Kennzeichen für das Auftreten von Cortisol sind die Striae.
Striae( lateinisch Streifen) sind bläulich rote Streifen an der Hautoberfläche.
13.Ist das Wachstumshormon ebenfalls ein Gegenspieler von Insulin? Ja
14.Ist Insulin lebenswichtig?
Insulin sie ist zum Leben unbedingt notwendig
Eine gewisse Menge Insulin kreist ständig in Blut; sie ist zum Leben unbedingt notwendig.
Fehlt sie, dann kommt es zum sogenannten diabetischem Koma.
15.Im Hinblick auf
die Insulinproduktion, was passiert beim Essen von Kohlenhydraten, Eiweißen und Fetten?
Alle Nahrungsmittel bewirken einen Insulinausstoß. Kohlenhydrate
aber viel stärker als Eiweiß und Fette
Zitat Dr. Lutz:"...Kohlenhydrate können nämlich im Organismus nur recht unvollständig
gespeichert werden. Ein Teil des aus dem Darm kommenden Zuckers wird in Leber und Muskeln zu einer Art Stärke
(dem sogenannten Glykogen) aufgebaut und dient dort als Notfallreserve. Sollte der Blutzucker einmal zu stark absinken,
dann wird dieser Notvorrat herangezogen, aufgespalten und in das Blut in Form von Zucker abgegeben. Das Werkzeug
dazu ist das in den Alphazellen produzierter Glukagon."
16.Was passiert mit
den überschüssigen Kohlenhydraten?
Der Überschuss an Kohlenhydraten wird sofort in Fett verwandelt.
Bei der Aufnahme von Kohlenhydraten wird ein Teil direkt in den Muskeln und anderen Organen,
vor allem im Gehirn, verwertet.
Der Überschuss lagert sich unter dem Einfluss des Insulins als Körperfett an
.
17.Welche Folge hat ein hoher Insulinausstoß?
Viel Insulin heißt viel Fett aus Zucker, wenig Insulin heißt
wenig Fett auf Zucker.
18.Welchen Zusammenhang gibt es zwischen Hunger und Blutzucker?
Viele Kohlenhydrate verursachen einen hohen Insulinausstoß.
Ein hoher Insulinausstoß verursacht einen schnellen Abbau des Blutzuckers. Die starke
Senkung des Blutzuckers verursacht ein Hungergefühl.
19.Was versteht man
unter anabolen bzw. katabolen Kräften?
Anabole Kräfte haben eine aufbauende und katabolen Kräfte eine
abbauende Wirkung.
Zu den anabolen Kräften gehören das Wachstumshormon, die Sexualhormone und das Insulin. Zu den katabolen Kräften gehören die beiden Schilddrüsenhormone T3 und T4 so wie das Cortisol.
20.Besteht eine Wechselwirkung
zwischen anabole und katabolen Hormonen? Ja
Man muss davon ausgehen, dass der gesamte Organismus und auch die einzelnen Zellen versuchen
in einem Gleichgewichtszustand zu bleiben. D.h. es wird ein Gleichgewicht zwischen anabolen und katabolen Wirkungen
angestrebt.
21.Was bedeutet das?
Es besteht die Möglichkeit, die Hormonproduktion über die Ernährung
zu beeinflussen.
Nehmen wir an, dass ein Überschuß an Kohlenhydraten vorliegt. Das bedeutet, dass
anabole Insulin wird übermäßig produziert. Um einen Gleichgewicht zwischen den anabolen und katabolen
Kräften zu bewahren, werden auf der anabolen Seite die anderen anabole Hormone (das Wachstumshormon und die
Sexualhormone) reduziert. (Skizze, Animation )
Weniger Wachstumshormon wirkt sich auf das im Immunsystem, die Muskulatur Knorpel und Knochen und auch auf die
Arterienungünstig aus.
22.Was passiert, wenn die anabolen Kräfte überwiegen?
Dann muss die katabole Seite reagieren.
Die katabole Seite muss reagieren, um einen Gleichgewichtszustand zu erreichen. De katabole
Seite muss, z.B. durch vermehrte Produktion von Cortisol oder Schilddrüsenhormon, das Gleichgewicht wieder
herstellen.
23.Wann funktioniert
dieser Regulationsmechanismus optimal?
Das Spiel der Hormondrüsen, welche den Stoffwechsel regulieren,
funktioniert dann wirklich optimal, wenn ein gewisses Maß an Kohlenhydraten in der Nahrung nicht überschritten
wird.
24.Wann und wie entstehen
Ketokörper? Ketokörper werden bei einer kohlenhydratarmen Ernährung
produziert.
Das Auftreten der sogenannten Ketokörper (Azeton etc.) erklärt sich damit, dass das
Gehirn, das normalerweise von Zucker lebt, im Hunger (hier Kohlenhydrathunger) auf die Verwertung von Ketokörpern umgestellt werden muss. Hierzu unterbricht der Körper
den Abbau der Fettsäuren auf der Stufe der Ketokörper, die er anspruchsvolleren Organen, beispielsweise
dem Gehirn und gewissen Blutzellen, aber auch dem Herzmuskel anbietet.
25.Wie lange dauert die Umstellung auf Ketokörper? Einige Wochen.
26.Was passiert in der Zeit bis Ketokörper vorliegen?
Glukoneogenese tritt ein.
In der Zwischenzeit, dass heißt bis Ketokörper vorliegen, muss der Organismus Kohlenhydrate
über die sogenannte Glukoneogenese aus Eiweiß auf recht kostspielige Art erzeugen.
1g Traubenzucker kostet auf diese Art nämlich 1,8g Eiweiß, was den Abbau von 9g Muskulatur oder Bindegewebe
voraussetzt.
27.Tritt eigentlich die Glukoneogenese auch bei der kohlenhydratreichen
Ernährung auf?
Ja
Glukoneogenese zur Erzeugung von Zucker aus Eiweiß kommt schon unter normalen Umständen
vor, und zwar nachts.
Bei normal ernährten Personen, die um 22:00 Uhr zum letzten Mal gegessen haben, lassen sich im Blut schon
um 1:00 Uhr nachts gewesen Aminosäuren (Alanin) nachweisen, die anzeigen, dass der Abbau von Eiweißkörpern
und zur Zuckerbildung eingesetzt hat.
Das ist eine ganz wichtige Sache, die, um die Effektivität der ketogenen
Ernährung zu verstehen, erläutert werden muss.
- Kohlenhydrate benötigen zu Ihrer Verdauung 3 bis 4h.
- Vorm Frühstück bis gegen Mitternacht werden ausreichend Kohlenhydrate für Zucker abhängige
Verbraucher zur Verfügung gestellt.
- Das Gehirn verbraucht 150 bis 200g Zucker (ca. 30
Prozent der gesamten Stoffwechselenergie)
- Während der Nacht wird nichts verdaut, das Gehirn bekommt keinen Zucker geliefert. Der notwendige Zucker
muss aus Eiweiß erzeugt werden.
- Die kurze Nachtperiode genügt nicht zur Umstellung des Stoffwechsels auf ein Leben von Fett und des Gehirns
auf ein Leben von Ketokörpern.
- Auf Glykogen (tierische Stärke) welches sich in Leber und Muskulatur findet, greift der Organismus ungern
zu. - Die Versuche von Young und Scrimshaw(*) zeigten, dass schon einige Stunden nach
Einnahme der Abendmahlzeit Zucker aus Eiweiß erzeugt wird, dass dieser Vorgang bis zum Frühstück
andauert und dabei an Intensität immer mehr zunimmt.
28.Wie hoch ist
dieses tägliche Eiweißopfer?
Ca. 549 g Muskel- bzw. Bindegewebsmasse
Nehmen wir an, dass Gehirn verbraucht pro Stunde etwa 9g Zucker.
Nehmen wir weiter an, die Glukoneogenese setzt um Mitternacht an und dauert ca. 6h.
Daraus ergibt sich: 6 mal 9 = 54 g Zucker, war 97,2 g Eiweiß oder einer Muskel- bzw. Bindegewebsmasse von
549 g entspricht.
Nehmen wir an, dass vielleicht ein Teil dieser Zuckermenge aus Glykogen stammt, so ist doch davon auszugehen dass
die Eiweißverzuckerung Nacht für Nacht erheblich ist.
29.Welche Folge kann die Glukoneogenese für die Haut
haben?
Wenn zuviel Eiweiß verzuckert wird, dann wird die Haut schwach.
Es entstehen Ihnen Striae, besonders dann wenn der Körper darunter wächst (typische
Erscheinung für den Bodybuilder in der Massephase).
30.Welche Rolle spielen Cortisol und das Wachstumshormon
bei der Glukoneogenese? Cortisol verzuckert Eiweiß; das Wachstumshormon versucht dies
zu verhindern.
31.Woher stammt das
Wachstumshormon?
Es stammt ausschließlich aus der Hypophyse.
32.Welcher Zusammenhang besteht zwischen Somatostatin und dem
Wachstumshormon? Somatostatin entsteht im Magen Darmtrakt parallel zum Kohlenhydrate
Verzehr. Somatostatin hemmt die Erzeugung von Wachstumshormon, wenn zuviel Kohlenhydrate gegessen werden.
33.Warum und wieso ist das Wachstumshormon so wichtig?
Das Wachstumshormon ist wichtig für die Regeneration des Gewebes.
Besonders sportliche Leistungen sind vom Wachstumshormon abhängig.
Ein Defizit an Wachstumshormon dürfte die Hauptursache sein für:
- Mangelhafte Immunreaktionen
- Degenerative Erkrankungen
- Vorzeitiges Altern
34.Wie kann das Wachstumshormon gesteigert werden?
Durch eine kohlenhydratarme Ernährung.
Ein hoher Kohlenhydratkonsum bedient einen hohen Insulinausstoß, wodurch das Wachstumshormon
reduziert wird.
Beim Übergang auf eine kohlenhydratarme Diät fällt die Blockade durch Insulin fort, der Spiegel
an Wachstumshormon steigt jetzt über die Norm an.
35.Kann man davon ausgehen, dass die ketogenen Diät
auf jeden Fall erfolgreich sein wird, wenn man Körperfett abbauen will? Ja und nein:
Ist das Körperfett durch Wachstum und Appetit der einzelnen
Fettzellen verursacht, dann sind schnelle und dauerhafte Erfolge zu erwarten.
Ist jedoch das übermäßige Körperfett durch Vermehrung der Fettzellen bedingt, bleibt wahrscheinlich
der Erfolg in Grenzen oder ganz aus. Da liegt daran, dass die Fettzellen erhalten bleiben. Es kann sogar sein,
dass wegen des vermehrten Wachstumshormons die Fettzellen weiter wachsen.
Doch ist nach einer längeren Phase davon auszugehen, dass eine solche hyperplastische Form der Fettbildung
zurückgeht, weil längerfristig die Insulinstimulierung fehlt.
36.In diesem Zusammenhang, wie kann man sich eigentlich
die Wirkung der Prohormone vorstellen?
Prohormone sind lange Ketten sogenannter Polypeptide.
Aus diesen Prohormonen werden auf Befehl des Gehirns (des Hypothalamus, er über
den anabol-katabolen Ausgleich wacht) die verschiedenen Hypophysenvorderlappen-Hormone
herausgeschnitten.
37.Was sind Hypophysenvorderlappen-Hormone? Im Hypophysevorderlappen werden die Steuerungshormone für die
Nebennierenrinde (ACTH), die Keimdrüsen (Gonadotropine), die Schilddrüse und das Wachstumshormon gebildet
38.Gibt es einen Zusammenhang
zwischen Kohlenhydraten und Diabetes?
Dem interessierten Leser kann ich hierzu nur das Buch
von Dr. Lutz empfehlen.
Zu diesem Thema nur zwei Sätze:
Beim Typ-I-Diabetes besteht Insulinmangel.
Insulinmangel-Diabetiker brauchen umso weniger und seltener Insulin spritzen, je weniger Kohlenhydrate sie essen.
39.Mögliche Folgen von Arteriosklerose?
Herzinfarkt, Schlaganfall.
40.Welche Risikofaktoren
gibt es nach der Fett-Theorie (fett ist schlecht)? - Fettsucht
- Diabetes
- Hohe Cholesterinwerte
- Hohe Harnsäurewerte (Gicht)
- Hoher Blutdruck
Fettsucht
Fett wird nur durch einen übermäßigen Kohlenhydratgenuss bewirkt. Der Zusammenhang
zwischen Kohlenhydratkonsum um Anlagerung von Körperfett wurde oben schon geklärt.
Diabetes
Das ist ein umfassendes Kapitel, so dass hier das
Buch von Dr. Lutz herangezogen werden sollte.
Hohe Cholesterinwerte
Zitat Dr. Lutz: "Ich habe an 263 Patientinnen meiner Praxis das Verhalten des Spiegels
an Gesamtcholesterin im Blut unter kohlenhydratarmer Ernährung über längere Zeit verfolgt; die Ergebnisse
wurden Computer mäßig ausgewertet. Dabei hat sich ergeben, dass der Cholesterinspiegel grundsätzlich
sinkt und dass dies um so deutlicher in Erscheinung tritt bzw. um so eher bestehen bleibt, je höher der Ausgangswert
liegt und um je jüngere ihrer Patienten er sich handelt.
( Das
kann ich aufgrund meiner persönlichen Blutwerte nur bestätigen.)
Dieses Ergebnis ist, wenn man an die Fett-Theorie der Arteriosklerose glaubt, überraschend.
Meine kohlenhydratarme Diät enthält mehr tierische Fette und mehr Cholesterin als die hierzulande übliche
Normalkost." "Wenn trotz starker Zunahme des Verzehrs an Cholesterin (u.a.
tierischen Fetten) der Cholesterinspiegel im Blut sinkt, wie man es seit den Arbeiten von Ahrens und Kua (*) auch für hoher Triglyceridspiegel
weiß, dann fällt eine der Stützen der Fett-Theorie, nämlich die Idee, dass eine hohe Zufuhr
von tierischen Fetten und Cholesterin durch die Nahrung eine wichtige Ursache der Arteriosklerose ist." (*):Ahrens, E., H.Jun: The Management of Hyperlipidemia: whether rather
than how. Ann. Int. Med. 85 (1976)87
Kuo,P.T.,J.C.Carsons: Dietary and the diurnal triglyceride levels in man. J.Clin. Invest.38 (1959) 1384-1393.
Hohe Harnsäurewerte (Gicht)
Zitat Dr. Lutz: " Unter kohlenhydratarmer Ernährung wird
die Zufuhr von Fleisch und damit die von Nukleinsäuren und von Eiweiß erhöht, so dass die Harnsäurewerte
ansteigen müssten, zumal der Organismus nicht darauf gefasst ist, plötzlich von Kohlenhydraten auf Eiweiß
und Fette umgestellt zu werden. Erst nach längerer Zeit könnte man sich
eine Anpassung und damit eine Rückkehr des Harnsäurespiegels zur Norm erwarten. Es passiert aber genau das Gegenteil.
Die Abbildung zeigt Beobachtungen
an 193 Patientinnen meiner Praxis mit erhöhten Harnsäurespiegeln im Blut unter kohlenhydratarmer Ernährung.
Man sieht, dass die Konzentration der Harnsäure im Blut sofort sinkt und das nach vier Monaten ein Tiefstand
erreicht wird. Von dort aus geht es langsam wieder aufwärts, bis sich schließlich die Werte auf einem
mittleren Niveau stabilisieren.
Eine kohlenhydratarme Diät hat also eine eindeutig Harnsäurespiegel senkende Wirkung; man wird da her
annehmen müssen, dass hohe Harnsäurespiegel durch den Kohlenhydratengehalt der Nahrung bedingt oder doch
wenigstens mitbedingt sind.
Blutdruck
Was ist im wesentlichen für einen hohen Blutdruck verantwortlich?
Salz
41.Warum können tierische Fette nicht Ursache der menschlichen
Arteriosklerose sein? Ganz einfach deshalb, weil viele der extrem fettarm Ernährten
an ihrem Herzinfarkt oder Schlaganfall zugrunde gehen.
42.Wer ist verantwortlich für die Zivilisationskrankheit
Nr. 1, der Arteriosklerose? Die Kohlenhydrate.
43.Gibt es Beispiele dafür, dass die Fett-Theorie nicht
stimmen kann?
Dazu müsste es Populationen geben, die sich hauptsächlich von
tierischen Nahrungsmitteln ernähren.
Ein Beispiel für solch eine Gruppe stellen die urtümlich lebenden Massai dar. Untersuchungen
von Prof. George Mann (*) ergaben, dass diese niedrige Blutfettspiegel und keine Herzinfarkte haben.
Bei den Eskimos, für die dasselbe zutrifft, hat man immer wieder auf den hohen Anteil von Fischen in ihrer
Nahrung hingewiesen und auf deren erhöhtem Gehalt an Eicosatetraensäure. Aber erstens leben die Eskimos
ja auch sehr stark von Karibus und anderen Warmblütern, und die Massai etc. haben keine Fische als Nahrung.
Es dürfte sich bei all diesen primitiven Völkern daher doch eher darum handeln dass sie eben keine Kohlenhydrate
essen. Dann schaden auch die tierischen Fette nichts
(*) Mann, G.V.:Cholesteremia in Pregnant Massai Women. JAMA 197 (1966) 1071.
44.Wie soll ein
zuviel an Kohlenhydraten zu Kalkablagerungen (Arteriosklerose) führen? Gewebsschäden an den Blutgefäßen.
Gerade die Arterien sind, um gesund zu bleiben auf eingewiesen Spiegel an Wachstumshormon angewiesen.
Durch ein Übermaß an Kohlenhydraten wird ihre Widerstandskraft gegen die verschiedensten schädigenden
Einflüsse und ihre Regenerationsfähigkeit vermindert. So kommt es zum Beispiel zur Striae, die an der
Hautoberfläche erkennbar ist. Diese Schäden die an der Hautoberfläche sichtbar sind, können aber
auch im Inneren von Blutgefäßen auftreten.
Auf solche Gewebsschädigungen reagiert der Körper mit Reparaturmaßnahmen und zwar durch Einlagerungen
von Cholesterin und Blutfetten. Festzuhalten ist also, dass der Einlagerung von Fetten aus dem Blutstrom in die Arterien
eine Schädigung der Gefäßinnenschicht vorausgeht
Zitat Dr. Lutz:"Zur Arteriosklerose würde es meiner Meinung nach daher nicht kommen, wenn wir von Jugend
auf kohlenhydratarm leben würden. Dann würden nämlich der Insulin- und Cholesterinspiegel niedrig
bleiben. Wir würden keine Striae bekommen; unsere Arterien wären nicht hormonal geschädigt, sie
würden daher auch bei höherem Cholesterinspiegel und bei höherem Blutdruck keine Blutfette einlagern".
45.Wenn man von der
konventionellen Ernährung zur ketogenen Ernährung wechselt, wie sollte man vorgehen?
Langsamer Übergang.
Dr. Lutz:"Wenn man nicht sofort die Anzahl der Kohlenhydrate auf ein Mindestmaß reduzieren
will, kann man z.B. mit 110g Kohlenhydrate beginnen und diesen Anteil jeden Monat um ca. 20 g verringern, damit
der Stoffwechsel Zeit hat sich auf die Verbrennung von Fettsäuren, und das Gehirn auf die Ausnutzung von Ketokörpern,
umzustellen. " : Ich
persönlich habe von heute auf morgen alle Kohlenhydrate aus meiner Ernährung eliminiert und konnte keine
negativen Begleiterscheinungen bemerken, obwohl es diese ja geben soll.
46.Wofür ist das Wachstumshormon verantwortlich?
Zur Erhaltung der Gesundheit.
" Das Wachstumshormon ist nicht nur für das Wachstum des noch nicht ausgewachsenen
Individuums, sondern auch für die Erhaltung seiner Gesundheit von ausschlaggebender Bedeutung. Dies ermöglicht
und steuert nämlich Reparaturen an unseren Geweben, an Knochen, Bandscheiben, an den Arterien und an der Haut.
Dies macht uns widerstandsfähiger gegen Infektionen aller Art."
47.Wie wirkt eine kohlenhydratarme Diät? Ein Übermaß an Fettbildung bleibt aus
Wenn man die Kohlenhydrate auf das er uns Menschen natürliche Maß beschränkt,
das sind nach Lutz ca. 70 g/Tag, dann wird weniger Insulin über kürzerer Zeiträume erzeugt. Ein
Übermaß an Fettbildung bleibt aus, weil im Darm weniger Zucker resorbiert wird und weil Insulin, der
Katalysator der Fettsynthese nur mehr in normaler Menge vorhanden ist. Gleichzeitig wird die Blockierung der Lipolyse
(Fettverbrennung) aufgehoben.
Der Abfall des Insulinspiegels führt auch zu einer Normalisierung der Blutfettwerte, der Triglyzeride und
des Cholesterins, damit wohl auch zu einer Verminderung des Arteriosklerose Risikos.
48.Hat die kohlenhydratarme
Diät anabole Effekte?
Ja
Gerade bei der kohlenhydratarmen Diät ist in die Anabolie, die Tendenz zum Aufbau von
Körpersubstanz von besonderer Bedeutung. Verursacht wird dies durch die optimiert
der Beziehung zwischen Cortisol und Wachstumshormon.
Bei der kohlenhydratarmen Diät wird Cortisol reduziert und das Wachstumshormon erhöht.
Katabole Prozesse an der Haut, an der Muskulatur, auch an der Herzmuskulatur, an den Knochen, werden gestoppt.
.
49.Wie viel Kohlenhydrate sollte man maximal zu sich nehmen? Zwischen 70 und 85 g.
50.Ich kann überall lesen, dass das Gehirn unbedingt
Glukose benötigt, damit es einwandfrei funktioniert.
Na und.
/1/" Auch der Einwand mit dem Glukosebedarf gewisser Organe, vor allem des Gehirns, geht
daneben. Ich lebe nun schon 40 Jahre lang kohlenhydratarm, und ich habe diese Ernährung bei sehr zahlreichen
Patienten über viele Jahre praktiziert. Was nützt ist, immer wieder davon zu reden, das Gehirn brauche
Glukose, wenn die praktische Erfahrung erweist, dass das Gehirn auch ohne Glukose einwandfrei funktioniert?" . Kann
ich nur bestätigen.
51.Was ist die zentrale
Aussage im Buch von Dr. Lutz? Was wir essen, ist sozusagen gleichgültig, wenn wir nur unsere
Insulinproduktion niedrig und damit unseren Hormonhaushalt in Ordnung halten.