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Allgemeine Bedeutung
Mineralien und Spurenelemene spielen als Stabilisatoren der Körpersubstanz und -funktionen in wässriger
Lösung ( Blut, Zellflüssigkeit ) und als Bestandteil von Proteinen oder Aminosäuren oder z.B. Enzymen
eine äußerst wichtige Rolle.
Dabei treten nicht die neutralen Atome, sondern deren Ionenformen auf, also z.B. Calcium als Ca2+, Eisen als Fe2+
und Fe3+, Chlor als Cl1- , Phosphor zusammengesetzt und geladen als PO43- , usw. Dies soll aber keine Chemiestunde
werden; die Tatsachen sollen nur realitätsbezogen genannt sein.
Man unterscheidet unter mengenmäßigem Aspekt Mineralstoffe: Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Phosphat,
Chlorid und Spurenelementen wie: Eisen, Jod, Fluorid, Zink, Kupfer, Mangan, Selen, Molybdän, Vanadin.
Die Liste der Spurenelemente verlängert sich von Zeit zu Zeit dadurch,
daß die Bedeutung des einen oder anderen Elementes im Stoffwechsel sich erweist. Auch Spurenelemente sind
Mineralien. Allerdings werden sie nur in sehr kleinen Mengen benötigt. Aber sogar das Fehlen dieser Mikromengen
kann zu gravierenden Mangelsymptomen führen.
Im Folgenden werden nun die einzelnen mineralischen Funktionsträger der menschlichen Physiologie aufgezählt
und ihre Bedeutung dargestellt. Machen wir uns bei all diesen Betrachtungen doch auch einmal klar, daß der
heutige "moderne" Mensch mit seinem oft sich selbst überschätzenden Bewußtsein und der
Vorstellung von sich selbst einerseits und seiner Vorstellung von seinem Körper und den in ihm ablaufenden
biochemischen Prozessen andererseits meint, zwei getrennte, isolierte Welten vor sich zu haben. Diese Trennung
ist eine Vereinfachung - Auch Vereinfachungen können sinnvoll sein.
Das Wissen um die Vorgänge im eigenen Körper ist aber genau so wichtig, um in der Lage zu sein, sich
selbst richtig einzuschätzen, wie die abstrakten Ziele, für man sich gedanklich einsetzt.
Auch für jeden "Otto Normalverbraucher", der sich vielleicht für krank hält, und dem möglicherweise
nur Vitamine und Mineralien, Spurenelemente oder andere essentielle Nahrungsbestandteile fehlen, um sich wohlzufühlen
und sein Leben in jeder Hinsicht meistern zu können, sollte es selbstverständlich sein, sich um seinen
eigenen Körper verantwortungsbewusst zu kümmern. Es kann also niemals schaden, so viel wie möglich
über den eigenen Körper zu wissen. Was auf den ersten Blick kompliziert erscheint, ist in Wirklichkeit
eher komplex zu nennen, also aus vielen kleinen einfachen Einzelheiten aufgebaut, die ineinander greifen.

Besonders an Bedeutung gewinnen Mineralien tatsächlich auch beim Älterwerden.
Ab dem 60. Lebensjahr können insbesondere Frauen leicht unter Calciummangel leiden. Männer betrifft dies
ebenfalls, aber nicht so gravierend, da Frauen hormonell bedingt einen höheren Calciumbedarf haben. Zu beachten
ist dabei, daß Calcium immer in einem bestimmten Verhältnis zu Phosphor zugeführt werden muß.
Sonst können Calciumsupplemente nicht vorteilhaft wirken.
Zu beachten ist ferner, daß viele Menschen ab dem 40. Lebensjahr weniger Magensäure produzieren und
daher viele Mineralien aus der Nahrung nicht mehr optimal aufschließen können. Die gute Bioverfügbarkeit
der Mineralien ist also entscheidend. Darauf wird im Folgenden immer wieder eingegangen.
Ab dem 50. Lebensjahr ist allgemein der Eisenbestand in Blut und Zellen zu niedrig, die Zinkabsorption in das Blut
ist leicht gestört, dabei wird dieses Mineral von beschädigten Zellkernen dringend benötigt.

Calcium
Calcium ist Bestandteil des Knochen- und Zahnmaterials und als solches mit 1,2 kg in hohen Mengen im Körper
zu finden. Mehr als 99 % Calcium sind so angelegt, der Rest übt Funktionen in der Zellflüssigkeit aus.
Ernährt sich der Mensch calciumarm, holt sich der Körper seinen laufenden
Bedarf aus den Calciumphosphaten des Kiefers und anderer Knochensubstanz. Da der Calciumbedarf relativ hoch ist,
ab dem 36. Lebensjahr werden mindestens 800 mg/Tag benötigt, findet ein intensiver Calciumumsatz statt. Zigmal
pro Tag werden die kleinen Calciumdepots im Körper erneuert. Wenn man sich dies klar macht, wird verständlich,
daß eine Knochensubstanz innerhalb von sechs Jahren einmal voll "runderneuert" werden kann. Natürlich
muß es einen Regelmecha-nismus geben, der beispielsweise dafür sorgt, daß im Blutserum eine Konzentration
von ca 10 mg/ 100 ml aufrechterhalten wird. Für die Konzentrationskontrolle und -regelung sind Vitamin D,
Parathormon und Calcitonin verant-wortlich. Vitamin D hat also durchaus funktionell hormonalen Charakter. Im Kapitel
über Vitamin D wird auf den Zusammenhang hingewiesen.
Woran erkennt man aber nun Calciummangel ?
Warnsignale sind Muskelkrämpfe, Kribbeln und Taubheitsgefühle in Armen und Beinen, Gelenkschmerzen, Zahnverfall,
Schlafstörungen und in krassen Fällen Blutungen.
Calciummangel entsteht z.B. durch calciumarme Kost (mehr als die Hälfte
der Calciumaufnahme kommt aus Milchprodukten) oder durch ungenügende Resorption durch den Darm im Alter, wobei
vermehrt Calcium mit dem Urin ausgeschieden wird.
Calcium sorgt für die Reizübertragung im Nervensystem, die elekromechanische Kopplung im Muskel, Blutgerinnung,
feste Knochen und Zähne. Alle möglichen körperlichen Befindlichkeiten hängen natürlich
mit diesen Oberbegriffen zusammen:
Die gute Wundheilung mit der Funktion bei der Blutgerinnung und die Reizübertragung im Nervensystem mit einer
ausgeglichenen Stimmungslage z.B..
Was bei der Einnahme von Calciumnahrungsergänzungen zu beachten ist:
Das in fester Form vorliegende Tablettenmaterial enthält nicht das reine Erdalkalimetall Calcium, sondern
seine Verbindungen, in denen Calcium als Ion vorliegt, wie oben schon erwähnt. Diese benötigen aber,
um in Lösung zu gehen und ihre Eigenschaften entfalten zu können, eine saure Umgebung, z.B. durch die
Magensäure. Viele ältere Menschen (ab 40 !) bilden aber im Laufe der Zeit immer weniger Magensäure.
Daher empfiehlt es sich, die Nahrungsergänzung zusammen mit einer größeren Menge Nahrung (Hauptmahlzeit)
aufzunehmen. Durch die größere Speisenmenge wird der Magen zur Bildung von mehr Säure animiert,
und dadurch besteht die Möglichkeit, dass optimale Calciummengen letztenendes resorbiert werden.

Noch weitere Faktoren können dazu beitragen, dass das mit der Nahrung
aufgenommene Calcium nicht die Zielorte errreicht.
Da Calcium mit Oxalsäure schwer lösliche Salze bildet, die dann vom Körper ausgeschieden werden,
tragen oxalsäurereiche Lebensmittel wie Rhabarber, Stachel- und Johannisbeeren zur Abfuhr von Calciumionen
aus dem Körper bei.
Coffein ( in Kaffee ) und Theophyllin ( in Tee ) fördern die Calciumausscheidung über Nieren im Urin
, was besonders bei Frauen nach der Menopause ungute Auswirkungen haben kann, da diese sowieso schon weniger Calcium
durch den Darm resorbieren. Daher gibt es den Rat, nicht mehr als zwei Tassen Kaffee oder Tee pro Tag zu genießen.
Das mag aber vielen Kaffee- und Teefreunden garnicht gefallen. Daher bleiben sie bei ihrer geliebten Gewohnheit,
nehmen aber einen ordentlichen Schuß Milch mit in ihr Getränk. Die freundlichen Nahrungsbe-standteile,
die Calciumionen in Lösung halten, sind nämlich z.B. Milchzucker, andere Kohlenhydrate und Fruchtsäuren.
Sinnvoll ist es daher auch, Tee mit Zitronensaft und Zucker zu trinken. Man beachte in diesem Zusammenhang auch
das Getränk cafe au lait sowie die Instantkaffeerzeugnisse, die vor allem Lactose ( Milchzucker ) in der Zutatenliste
aufweisen.
Wer sich nur von Vollkornbrot, Weizenkleie und anderer Vollwertkost vorwiegend ernährt, geht das Risiko ein,
mit der Nahrung aufgenommenes Calcium immer wieder ungewollt durch Phytinsäuren aus dem Körper entfernen
zu lassen, ohne es genutzt zu haben. Das gleiche Schicksal droht im skizzierten Fall auch den Ionen von Magnesium
und Eisen.
Lebensmittel, die besonders viel Phosphat enthalten, tragen dazu bei, daß Calcium aus Körpersubstanz
herausgezogen und über die Nieren im Urin ausgeschieden wird. Leute, die zu viel Fleisch und Cola zu sich
nehmen, stören dadurch ihre Calcium-Phosphorbalance. Ideal wäre es, genauso viele Äquivalente Calcium
wie Phosphor in den Körper gelangen zu lassen. Voraussetzung für eine ideale Calciumresorption sind eine
ausreichende Vitamin-D-Versorgung sowie eine angemessene Aufnahme an Nahrungsprotein.

Phosphor
Da im vorausgegangenen Abschnitt der Zusammenhang zwischen Calcium und Phosphor in der Physiologie schon angesprochen
wurde, kann das Thema Mineral Phosphor gleich angeschlossen werden. Im Stoffwechsel tritt der Phosphor mit Sauerstoff
zusammen als wasserlösliches Phospation auf. Dieses Phosphation kann in bestimmten energiereichen organischen
Verbindungen mehrfach hintereinandergegekoppelt als Diphosphat und Triphosphat auftauchen. Jedesmal, wenn eine
Phosphateinheit abgespalten wird, wird Enegie frei. So wird in der Körperzelle Energie gewonnen. Ohne diesen
Mechanismus wären eigenmotorische Lebewesen nicht existent.
85 % des Körperphosphats liegen als Knochenmineral in Form der Verbindung
Hydroxylapatit vor. Der Phosphortagesbedarf liegt bei Personen ab dem 51. Lebensjahr bei ca 1,2 g . Ein Phosphormangel
ist bei der Ernährungsweise in den westlich zivilisierten Ländern nicht zu befürchten, eher liegt
eine Überversorgung vor.
Ab 4 g Phosphor pro Tag wird dem Körper eindeutig zu viel des Guten getan.
Das aufgenommene einfache Phosphat ( Orthophosphat ) wird fast vollständig
resorbiert. 70 % des Nahrungsphosphors erreichen die Blutbahn, bei Anwesenheit von Eisen-, Aluminium- oder Magnesiumionen
werden die oben bereits erwähnten unlöslichen Phosphate gebildet, und alle diese Nährstoffe werden
einfach ausgeschieden.
Zum Aufschließen des in der Nahrung befindlichen Phosphors ist das Enzym
Phytase notwendig, das vor allem in frischer Hefe und auch in Darmbakterien auftritt.
Etwa ab dem 50. Lebensjahr kann in diesem Zusammenhang die Phosphor-resorption leicht gestört sein. Regelrechter
Phosphormangel ist aber außer-ordentlich selten; er tritt höchstens vereinzelt bei parenteraler Ernährung
auf.
Phosphor ist Bestandteil der Moleküle, die biologische Membranen ( z.B.Zell-wand ) bilden, von biologischen
Lösungsvermittlern, Transporthilfen ( Nährstoffe rein oder raus aus der Zelle ) wie Lecithinen, Kephalinen
u.v.a.m.. Er ist überdies an der Verwertung der Vitamine B2 ( Riboflavin ) und B3 ( Niacin ) beteiligt.

Magnesium
Magnesium ist das Zentralatom im grünen Pflanzenfarbstoff Chlorophyll.
Relativ viel Magnesium läßt sich in Kürbissamen, Nüssen, Sojaprodukten, Bohnen,Erbsen, Linsen,
Meeresfisch, Krabben und Bananen finden.
Beim Erwachsenen besteht bis ins hohe Alter ein Bedarf von 300 mg bei Männern und Frauen gleichermaßen
pro Tag. Der Bedarf kann sich in Zeiten mit vermehrtem Vorkommen von Streßsituationen vervielfachen.
Die Hauptmenge des Körpermagnesiums ( etwa 60 % ) ist in der Knochensubstanz angelegt. Mehr als 300 Enzyme,
insbesondere solche des Energiestoffwechsels, werden durch Magnesium aktiviert. Besonders leistungsaktive Zellen,
wie z.B. die des Herzmuskels, benötigen ständig Magnesium, da es Nervenreizstoffe an Reizaufnahmezellen
der Herzmuskulatur heftet. Darüberhinaus ist Magnesium an der Stressregulation beteiligt. Zur Bereitstellung
der Stresshormone Noradrenalin und Adrenalin wird Magnesium benötigt.
Warnsignale bei Magnesiummangel sind:
Durchfall, Übelkeit, Muskelschwäche, Störungen der Herzfunktion, Zahnverfall, Knochenbeschwerden,
Kribbeln in Armen und Beinen, Nervosität, Angst- und Verwirrungszustände, depressive Verstimmungen. Da
Magnesium ähnliche chemische Eigenschaften besitzt wie Calcium, sind die Bedingungen für optimale Resorption
vergleichbar. Man kann also noch einmal bei Calcium nachlesen, was bei der Einnahme solcher Nahrungsergänzung
zu beachten ist. Eine Magnesiumgabenunterstützung des Körpers wird oft erfolgreich für kurze Zeit
von vielen belasteten Menschen durchgeführt. Kein Wunder bei der enormen Bedeutung dieses Mineralstoffes.
Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel, Mineralstoffverwertung, Knochenwachstum, Muskeltätigkeit, Herzfunktion,
Nervenreizüber-tragung, Hormonproduktion, Änderung der Stimmungslage, Bildung des Zahnschmelzes - alle
diese Funktionen könnten ohne Magnesium nicht stattfinden.

Natrium
Das Natriumion dient als eines der mengenmäßig häufigsten Elektrolyten im Körper zusammen
mit Kalium zur Erhaltung eines stabilen Gleichgewichtes des Wassergehaltes der Zellen mit dem sie umgebenden extrazellulären
Wasser. Sonst würden Zellen schnell austrocknen, altern und absterben. Die die Zelle umgebende Wassermenge
muß immer ausreichen, um der Zelle selbst einen Wasserverlust zu ersparen.
In der Natur enthalten z.B. Seefische viel Natrium. Auf das küchenmäßig verwendete Natriumchlorid
( Kochsalz ) ist der wohlgenährte Mitteleuropäer eigentlich nicht angewiesen. Der tägliche Bedarf
(ca 550 mg ) wird auch durch den natürlichen Gehalt der üblichen Nahrung an Natrium gedeckt.
Vielmehr ergeben sich gesundheitliche Probleme eher aus einem Zuviel an Kochsalz. Die Nieren filtern bekanntermaßen
überschüssige Ionen ( täglich rund 700 l Blut ), damit dieser Überschuß ausgeschieden
werden kann. Leider wird beim Aussortieren überflüssigen Natriums auch das mengenmäßig unterrepräsentierte
Kalium mit abgefangen, sodass über den Urin unnötige Kaliumverluste entstehen.
Die durch zu hohen Konsum intensiv natriumhaltiger Lebensmittel möglichen Gefahren sind: erhöhter Blutdruck,
erhöhte Cholesterinwerte, dadurch bedingt Gefäßkrankheiten.
- Je mehr Natrium man zu sich nimmt, desto mehr Wasser wird im Blut gebunden ( da immer die gleiche Konzentration
an Ionen in der Lösungt angestrebt wird ), daurch wiederum kann der Blutdruck gefährlich ansteigen. -
Nieren- , Leberbeschwerden, Bauchspeicheldrüsenunterfunktion, zu niedriger Blutzuckerspiegel, Zuckerkrankheit
können die Folge sein.
Ein Mangel an Natriumionen kann bei normaler Ernährung nur in folgenden körperlichen Stresssituationen
auftreten:
körperlich schwere Arbeit mit starkem Wasserverlust durch Schwitzen sowie Krankheiten mit einhergehendem Wasserverlust,
wie z.B. nässende Hautkrankheiten, Mukoviscidose und Durchfallerkrankungen.
Zu den normalen Funktionen, die das Natriumion im Körper zu erfüllen hat, zählt auch die des Motors
der Muskelbewegungen. In dieser Eigenschaft zieht Natrium mit Kalium- und Calciumionen sozusagen an einem Strang.
Natriumionen sind überdies hinaus auch mit dem Nährstofftransport aus den Darmzellen in die Blutbahn
befaßt. Die Darmschleimhäute sind sehr dicht mit Natriumionen besetzt.
Menschen mit hohem Kochsalzkonsum saugen viel Wasser in ihren Bauchraum. Dieses Wasser fehlt den Nieren für
ihre Tätigkeit. Diese Leute sollten mehr calciumreiche und gleichzeitig natriumarme Kost zu sich nehmen, als
mit dem Wasserbauch Sport zu treiben, um vermeintlichen Fettansatz loszuwerden. In diesem Zusammenhang sei übrigens
auf entwässernde Tees, z.B. Brennesseltee, hingewiesen.

Chlor - als Chloridion im Körper
Da Chlorid ein Bestandteil des oben dauernd erwähnten Kochsalzes darstellt, bietet sich die Abhandlung gerade
an dieser Stelle natürlich an.
Der Chloridbedarf ist dem des Natriums äquivalent. Erwachsene benötigen etwa 830 mg Chlorid täglich.
Chloridmangel tritt genauso wie Natriummangel dann ein, wenn der Körper durch übermäßiges
Schwitzen oder Krankheitserscheinungen mit Wasserverlust belastet wird.
Ansonsten kommt ein Mangel bei normaler Ernährung , wie oben erwähnt,
praktisch nicht vor. Zuständig ist Chlorid als Bestandteil der salzsauren Magensäure für den Aufbau
eines physiologischen pH-Wertes im Magen, ohne den die meisten Nahrungsbestandteile nicht aufgeschlos-sen und verwertet
werden könnten. Mitverantwortlich ist Chlorid außerdem für einen physiologisch angepaßten
pH-Wert des Blutes. Wichtige Eiweißkörper wären bei Beeinträchtigung dieses Zustandes nicht
mehr funktionsfähig.

Kalium
Die Konzentration an Kaliumionen in den Körperzellen ist dreißigmal höher als im Blutplasma.
Diese Spannungskonzentration sorgt für den Stofftransport. Würde dieses Pumpenpotential sinken, gelangten
zu viele Stoffe und nervöse Reize in die Zelle. - Herzbeschwerden und nervöse Störungen wären
die Folge.
Der gesunde Körper enthält etwa 300 g Kalium. Kaliumreich sind vor allem Obst und Gemüse und hauptsächlich
pflanzliche Kost. - An apple a day keeps the doctor away. - Eine reichliche Kaliumzufuhr wirkt blutdrucksenkend.
Der Körperkaliumgehalt des Menschen steht in direktem Zusammenhang mit der Körperoberfläche. Diesen
Zusammenhang, ausgedrückt in Masse Kalium pro Körperoberfläche nennt man auch lean body mass. Er
repräsentiert den stoffwechselaktiven Körpermasseanteil. Dieser beträgt beim Mann 81 g/m2 und bei
der Frau 61 g/m2 durchschnittlich.
Warnsignale bei Kaliummangel sind:
Nervosität, Schlafstörungen, Müdigkeit, Herzrythmusstörungen, Muskelbeschwerden, Verstopfung,
Darmkrämpfe, Schwächeanfälle, trockene Haut, Akne bei Heranwachsenden, Kopfschmerzen, verzögerte
Wundheilung.
Die Bedeutung der oben bereits erwähnten Natrium-Kalium-Pumpen besteht darin, daß Nährstoffe in
die Zelle Einlaß finden und Abfallstoffe hinausbefördert werden müssen. Ein Mangel an Kalium in
der Zelle bewirkt, dass immer mehr Wasser eindringt, bis die Zelle möglicherweise platzt.
Beim Transport der Glucose an den Verbrauchsort leisten Kalium und Phosphor notwendige Hilfe. Das ist deshalb von
so großer Bedeutung, weil Glucose eine schnell verbrennbare Energiequelle darstellt, die z.B. in den Gehirnzellen
ständig gebraucht wird, damit Nerven-impulse optimal übertragen werden können.
Die Bedeutung des Kaliumions ist also im Zusammenwirken mit anderen, vor allem Natrium, Calcium, Magnesium, Chlorid
und Phosphat zu sehen. Mit und in diesem Team wird Einfluß auf Zellfunktionen, -versorgung und -wasserhaushalt,
Nervenreizübertragung, Sauerstoffversorgung des Gehirns, Nierenfunktion, Herztätigkeit u.a. genommen.

Eisen
Eisen ist ein essentielles Spurenelement. Spurenelemente sind immer noch Mineralien, werden aber vom Körper
in wesentlich niedrigeren Mengen benötigt als z.B. Natrium oder Kalium und die anderen vorher behandelten
Mineralien.
Die Eisenionen sind im Körper von unabdingbarer Wichtigkeit, da sie das Zentralatom im Blutfarbstoff Hämoglobin
( auch im Myoglobin des Muskels ) stellen und somit für den Sauerstofftransport mitverantwortlich sind.
Durch das Einatmen von Sauerstoff war eine effektive Energiegewinnungsmöglichkeit
für sich fortbewegende Lebewesen überhaupt erst möglich geworden. Der Sauerstoff wird zur Verbrennung
der Nährstoffe, z.B. Fette und Kohlenhydrate verbraucht, damit die Lebens-funktionen und außergewöhnlichen
Leistungen bestimmter Lebewesen ablaufen können.
Damit alle Zellen ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden können, ist
es notwendig, daß 2 - 2,5 Millionen rote Blutkörperchen erzeugt und mit Sauerstoff beladen werden. 10
- 15 % des mit der Nahrung aufgenommenen Eisens wird aus dem Darm resorbiert und also auch tatsächlich eingesetzt.
Nach getaner Arbeit werden die roten Blutkörperchen in Leber und Milz zerstört. Das enthaltene Eisen
wird zu 90 % für neue rote Blutkörperchen wiederverwendet. Die empfohlene tägliche Zufuhr beträgt
10 - 12 mg Eisen; Frauen bis zur Menopause benötigen wegen des monatlichen Blutverlustes vor der Menopause
13 - 25 mg.
Eisenmangel kommt gar nicht einmal so selten vor. Durch ernstere gynäkologische Erkrankungen und solche (
ernsteren ) des Magen-Darm-Bereichs können Mangelerscheinungen auftreten. Während der Schwangerschaft
benötigen Frauen doppelt soviel Eisen wie sonst, was durch Zufuhr eisenreicher Normalkost nicht immer leicht
abzudecken ist. Daher ist eine Supplementierung in dieser Zeit durchaus nicht zu verachten, insbesondere wenn nicht
die Muße zur sorgfältigen Beschäftigung mit der persönlichen Ernährung gegeben ist.
Warnsignale bei Eisenmangel können sein:
Müdigkeit, Verstopfung, Antriebsschwäche, Hautblässe, Konzentrationsschwäche und in schwereren
Fällen Beeinträchtigung des Immunsystems ( höhere Infektanfälligkeit ) sowie Eisenmangelanämie.
Eisenhaltige Lebensmittel sind z.B.: Leber, Herz, Zunge, grünes Blattgemüse, Hülsenfrüchte,
Kartoffeln, Blumenkohl.
Eisen in Fleisch, Fisch und Geflügel wird besonders gut resorbiert, da Eiweißbestandteile beim Transport
helfen. Erschwert wird die Aufnahme in den Körper durch z.B. Coffein, Theobromin, Weizenkleie sowie Milch-
und Sojaprodukte. In dieser Hinsicht gelten die gleichen wie bei der Resorption von Calcium weiter oben bereits
gemachten Bemerkungen. Durch Vitamin C wird die Eisenresorption z.B. wiederum erleichtert. Auch für Eisen
gilt, daß es nur durch ausreichend Magensäure aus dem Speisebrei gelöst werden kann.
Wird der Körper andererseits mit Eisenionen überladen, werden diese in bestimmten Geweben gespeichert.
Dies kann bei anhaltender Fehlernährung ( durch Überangebot ) zur Schädigung von Organen wie Leber,
Bauchspeicheldrüse und Herzmuskel führen.

Zink
Zink taucht im menschlichen Körper in seiner Ionenform in Muskeln, Haut, Haar, Nägeln, Hornhaut, Augennetzhaut
und Sexualorganen auf.
Männlichen Erwachsenen wird eine tägliche Zufuhr von 15 mg, weiblichen
von 12 mg empfohlen.
Zinkmangel kann praktisch nur in folgenden Situationen vorkommen:
bei Malabsorptionsgeschehnissen, parenteraler Ernährung, Behandlung mit zinkbindenden Medikamenten, großflächigen
Verbrennungen und in Trainingsphasen beim Leisungssport.
Im übrigen wird bei abwechslungsreicher Ernährung der Bedarf durch
Meeresfrüchte, rotes Fleisch allgemein, Vollkornerzeugnisse, Leber, Eigelb, Nüsse und Hülsenfrüchte
gedeckt. Durch die Bildung stabiler Zinkkomplexe mit Eiweißbausteinen werden Zinkionen aus eiweißreicher
Kost besonders gut durch den Körper transportiert und letztenendes auch resorbiert. Eiweißreiche pflanzliche
Kost eignet sich wegen der begleitenden pflanzlichen Säuren weniger gut zur Zinkresorption, da die stabilen
Zink-Säurekomplexe unlöslich sind. Stark calciumhaltige Nahrung kann ebenfalls die Resorption von Zink
negativ beeinflussen.
Zink und Eisen benötigen für den Übergang vom Darm in das Blut
den gleichen Proteinbaustein als "Abschlepper". In puncto Resorption handelt es sich hier also durchaus
um Konkurrenten.
Als Bestandteil von mehr als 100 Enzymen ist Zink aktiver Bestandteil von Radikalfängern, stabilisiert es
die Zellgrenzschichten ( Membranen ), hilft bei der Produktion roter Blutkörperchen, bei der Wartung und Gesunderhaltung
der Haut und der Bauchspeicheldrüse, unterstützt die Alkoholentgiftung, ist aktiv bei der Zusammensetzung
des Vitamin-A-Moleküls.
Sogenannte Zinkfinger an Chromosomen steuern die Aktivität der DNS.
Als funktioneller Bestandteil von bestimmten Enzymverbindungen dient Zink z.B. auch der Insulinspeicherung oder
der Unterstützung des Immunsystems.
Leichtere Zinkmangelerscheinungen sind verzögerte Wundheilung, Dehnstreifen in der Haut, brüchige Nägel
und Haar, Haarpigmentmangel, Menstruationsstörungen, Potenzstörungen, ungenügende Belastbarkeit
und erhöhte Infektionsanfälligkeit. Bei Wachstumsstörungen ( Zwergenwuchs ), inneren Augenverletzungen,
ungenügender Ausbildung der Geschlechtsorgane, Bewegungs- und Gehschwierigkeiten infolge Zinkmangels handelt
es sich um gravierende Mangelsymptome.
Früher gab es durch mit Zink galvanisierte Rohrsysteme für Trinkwasser und Behälter für die
Lebensmittelzubereitung ( wenn saure Lebensmittel darin behandelt wurden ) Magen-Darm-Störungen durch Zinkvergiftungen.
Diese Vorkommnisse gehören in Mitteleuropa inzwischen der Vergangenheit an.

Kupfer
Ein Antagonist ( Gegenspieler ) des Zinks ist das Kupfer. Kupfermangel spielt eine untergeordnete Rolle. Viel öfter
kommt wegen Zinkmangel ein Kupferüberschuß im Körper vor. Das kann erhöhte Kupferkonzentrationen
im Gehirn zur Folge haben, was zu nervösen Störungen führen kann.
Als Tagesbedarf für den Erwachsenen nimmt man etwas mehr als ein mg an. Bei Kupfer ist eher die Beziehung
zu anderen Mineralien und Spurenelementen bedeutsam. Für diese Kupfer-Balancen seien einige Beispiele genannt:
Zu hohe Eisenzufuhr kann zu Kupferunterversorgung führen. Wenn durch länger dauernde Zinksupplementierung
viel Zink in den Körper gelangt, wird Kupfer in den Darmwänden zu- rückgehalten ohne resorbiert
zu werden.
Eine wichtige Funktion von Kupfer ist, daß es als Bestandteil eines Transportmoleküls bereits außerhalb
der Zelle gefährliche Sauerstoffradikale angreift. Das erwähnte Transportmolekül sorgt für
die Verschiebung von Eisen. Kupfer hilft überdies hinaus als Enzymbestandteil am Aufbau von Hautpigment, beim
Abbau bestimmter überflüssiger Wirkstoffe, z.B. des Histamins ( Allergieauslöser ), bei der Bildung
des Energielieferanten ATP.
Bei Kupfermangel kann es zu Nervenentzündungen oder auch zu Gewebstod
im Nervengewebe kommen. Zu beachten ist aber auch, dass Kupfer nur eine begrenzte Nutzenkonzentration aufweist.
Bei Überdosierung von Kupferionen kommt es nämlich zu Bluthochdruck, Nierenleiden und psychischen Störungen.
Wie die giftigen Schwermetalle Blei, Cadmium und Quecksilber reichert es sich mit zunehmendem Alter an, wodurch
dann Krankheiten verursacht werden können.
Die Ursache überhöhter Kupferkonzentrationen im Körper ist meistens fehlendes Zink. Während
der Schwangerschaft hemmt zu viel Kupfer die Eisenresorption. Die depressive Verstimmung nach einer Entbindung
soll angeblich von einem Kupferüberschuß herrühren. Ungebremster Zustrom von Kupferionen ins Gehirn
kann zu schweren psychischen Störungen wie z.B. Schizophrenie führen.

Mangan
Manganmangelerscheinungen sind bisher nur in seltenen Fällen parenteraler Ernährung bekannt geworden.
Äußerst seltene schmerzhafte, entzündliche Erkrankungen des Bindegewebes, Gelenkbeschwerden, Herz-,
Leber- und Milzerkrankungen u.a. gehören dazu. Mangan in physiologischer Dosis, d.h. etwa 2 - 5 mg täglich
für den Erwachsenen, hilft mit bei der Sicherung der Konzentrationsfähigkeit, Stressbewältigung,
Zellerneuerung, Skelettwachstum und Blutbildung, von Hormonproduktion, Kollagenbildung, Melaninsynthese, Dopaminsynthese
und Sexualfunktionen.
Nur 5 % des Nahrungsmangans werden tatsächlich resorbiert. Besonders gut funktioniert die Resorption zusammen
mit Histidin ( in tierischer Kost ) und Citraten.
Mangan wird in den Mitochondrien, den Kraftwerken der Zelle benötigt. Die Zellen mit dem größten
Mitochondrienbestand, also dem stärksten Bedarf an Mangan sind die von Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse
und Herz.

Selen
Das Spurenelement Selen ist in der letzten Zeit immer mehr in den Vordergrund der öffentlichen Beachtung gerückt.
Trotz des niedrigen täglichen Bedarfs von 20 - 100 Mikrogramm für den Erwachsenen muß Selen wegen
seiner Aktivität gegen gefährliche Radikale und seine Rolle am Umbau des Schilddrüsenhormons in
die aktive Form erwähnt werden. In der Natur kommt es z.B in der Selenhefe in beachtlichen Mengen vor. Statt
der schwefelhaltigen Aminosäuren enthalten die Eiweiße dieser Hefen verstärkt die entsprechenden
selenhaltigen Aminosäuren. Dies Phänomen ist durch die chemische Verwandtschaft der Elemente Schwefel
und Selen leicht zu erklären.
Selenreiche Lebensmittel sind außerdem noch Leber, Nieren, Muskelfleisch, Fisch und Schalentiere, Milchprodukte.
In pflanzlichen Lebensmitteln ist der Selengehalt natürlich abhängig von der Bodenbeschaffenheit. Selenmangelerscheinungen
kommen daher auch vor allem in Gegenden mit extrem selenarmen Böden ( Gegenden Chinas ) vor. Die Bioverwert-barkeit
aus pflanzlichen Lebensmitteln ist bei Selen besser als die aus tierischen Quellen.
Selen ist Bestandteil des Enzyms Glutathionoxidase und als solcher in Zusammenarbeit mit Vitamin E gegen freie
Radikale aktiv.
Insbesondere Sportler erzeugen durch ihre Tätigkeit in ihrem Körper auch freie Radikale.

Schwefel
Schwefel taucht in der Nahrung z.B. in Form von Sulfaten oder als Bestandteil zweier wichtiger Aminosäuren
und eines Aminosäureabkömmlings auf.
Schwefel spielt u.a. in biologischen Systemen eine wichtige Rolle als Redoxgruppenpartner
und ist daher aus energetischen Gründen für den Ablauf vieler wichtiger Reaktionen unersetzlich.
Eine allgemein ausgedrückte Bedeutung kommt Schwefel bei positiver Stressabwehr, Nerven- entspannung und Zellimmunschutz
zu. Gesundes Bindegewebe, Knochen, Haare und Nägel sind auch ein Zeichen von ausgeglichenem Schwefelstoffwechsel.

Jod
Jod befindet sich in der Nahrung als gut resorbierbares Jodid und Jodat ( das in Jodid umgewandelt werden muß
). Es ist Bestandteil der Schilddrüsenhormone. Die Schilddrüse besitzt sozusagen eine "Jodpumpe",
die bei Jodmangel verzweifelte Anstrengungen unternimmt, bis sich die Schilddrüsenfollikel so sehr blähen,
daß ein Kropf entsteht Mit Verwendung von jodiertem Kochsalz in der Küche ist die Jodversorgung bereits
sichergestellt. Außerdem sind natürlich Meerestiere gute Jodlieferanten.
Jodbezogene Mechanismen im Körper sind hochsensibel und können daher leicht Störungen erleiden,
zum Beispiel durch freie Radikale. Radikalprotektive Hormone sind in diesem Zusammenhang unentbehrlich. Jod fördert
den Fettabbau, indirekt kontrolliert es auch den Blutcholesteringehalt.
Die empfohlene tägliche Zufuhr beträgt 180 Mikrogramm für den Erwachsenen. Warnsignale bei Jodmangel
sind beginnende Kropfbildung, Müdigkeit, Antriebsarmut, Übergewicht, mentale Trägheit, Wachstumsstörungen
bei Kindern, vorzeitige Alterserscheinungen bei Erwachsenen.
Über den Jodmangelerscheinungen wird oft vergessen, daß es ebenso
Personen gibt, für die die Jodierung aller möglicher Lebensmittel eine gesundheitliche Gefahr darstellt,
die also sehr jodempfindlich sind. Die unangenehmen Begleiterscheinungen dieser Veranlagung sind: mehr oder weniger
starker Gewichtsverlust, Reizbarkeit, Nervosität und Erhöhung der Herzschlagfrequenz.

Fluorid
Das Element Fluor ist im menschlichen Körper als Fluorid Bestandteil der Knochen ( und Zahn-) -substanz. Es
verhindert den Abbau von Zahnschmelz und begünstigt die Remineralisation in schon vorhandenen Karieslöchern,
in höheren Konzentrationen wirkt es sogar antibakteriell.
Fluorid kommt vor allem in Meerestieren vor und in schwarzem Tee. In schwarzem Tee ist die Bioverfügbarkeit
auch noch besonders gut. Schwarzteetrinkende Völker haben übrigens auch weit weniger Zahnprobleme als
die nicht seit frühester Kindheit supplementierten Mitteleuropäer.
Die Supplementierungen vom frühesten Lebensalter an haben sich als äußerst erfolgreich für
die Zahngesundheit erwiesen. Solange die Milchzähne und bleibenden Zähne noch nicht die Mundhöhle
erreicht haben ( durchgebrochen sind ), also noch im Anlagestadium, wird deren Zahnschmelz vom Fluorid aus der
Nahrung ( also auch aus den Supplementen ) versorgt. Will man danach durch Fluoridgaben den Zahnschmelz stärken,
kann dies durch Nahrungsfluorid nicht mehr gelingen. Es ist dazu eine äußerliche Anwendung von Fluoridcremes
direkt auf den Zähnen notwendig.
Die Möglichkeit der Vorbeugung von Osteoporose durch Fluoridzufuhr ist noch keine gesicherte Methode.
Die empfohlene tägliche Zufuhr an Fluorid beträgt 1,5 - 4,0 mg.
Bei mehr als 0,1 mg Fluorid pro kg Körpergewicht beginnt eine toxische Dosierung.
Die Fluorid-Calciumbalance ist dann gestört. Es entstehen dann brüchige und kalkweiße oder dunkle
Zähne oder Knochen. Solche krankhaften Erscheinungen treten in Indien oder China infolge extrem fluoridhaltiger
Böden auf. Segen und Fluch der Fluoridzufuhr wird verständlich, wenn man weiß, dass der anorganische
Teil der Knochensubstanz aus Hydroxylapathit, einem Calciumfluoridphosphat besteht. Bei Zuviel oder Zuwenig des
Bausteins Fluorid ist die Struktur durch überschüssige oder fehlende Fluoridbausteine im streng geordneten
Kristallgitter dieses Körperminerals massiv gestört.
Das Kristallgitter muß man sich nämlich als eine Kugelpackung vorstellen, die aus Kugeln unterschiedlicher
Größe aber paßgenau zusammengesetzt ist. Wenn da eine Sorte Kugeln im Überschuß oder
Unterschuß eingebaut wird, kommt das Gebilde ins Rollen - das Material wird brüchig.

Chrom
Das Chromion hat eine ganz spezifische Aufgabe. Es erleichtert Insulinmolekülen den Kontakt mit Körperzellen
und sorgt so für die Einstellung eines gesunden Blutzuckerwertes. So sind bei Glucoseintoleranzen durch Chromsupplementierung
Verbesserungen zu erreichen. Der empfohlene tägliche Bedarf von Erwachsenen liegt bei 50 - 80 Mikrogramm.
Davon werden nur 0,5 % tatsächlich resorbiert.
Warnsignale bei Chrommangel sind Müdigkeit, Antriebsarmut, Gier nach Süßem und andere unspezifische
Befindlichkeitsstörungen.
Wer chromhaltige Lebensmittel zu sich nehmen will, ist mit Bierhefe, Vollkornprodukten, Samen und Kernen allgemein
( Nüsse ), und Fleischprodukten gut bedient.

Kobalt
ist das Zentralatom von Vitamin B12. 10 Mikrogramm sind die empfohlene tägliche Aufnahme beim Erwachsenen.
Cobaltsalze aus pflanzlichem Material sind sehr gut löslich und werden schnell durch die Darmschleimhaut resorbiert.
Eisenmangel führt zu erhöhter Cobaltaufnahme. Das kommt daher, dass die beiden das gleiche Transportmoleküle
benötigen.
Das cobalthaltige Vitamin ist für die Produktion der roten Blutkörperchen und von Enzymen notwendig.
Der Mensch bezieht es aus tierischer Nahrung. Cobaltüberdosierungen können zu Schilddrüsenvergrößerung
und Herzfunktionsstörungen führen.
Silicium
Auch Siliciumionen sind natürlicher Bestandteil unseres Körpers. Daher kommt es bei Silciummangel zu
Hauterkrankungen, Schwächung von Kollagen ( also Bindegewebe ) und der Gefäßwände.
Silicium trägt zur Neubilduung kräftigen Haares bei, befreit den Gehirnbereich von Metallen in giftigen
Konzentrationen ( Beispiel Aluminium ) und beugt Arteriosklerose vor. Die Lymphknoten enthalten relativ viel Silicium.
Der tägliche Bedarf liegt beim Erwachsenen bei etwa 30 mg.
Molybdän
Das in Innereien, Milchprodukten und Getreide enthaltene Molybdän reicht bei normaler Lebensführung aus,
um den täglichen Bedarf von etwa 75 - 250 Mikrogramm pro Tag zu sich zu nehmen.
Molybdän ist im funktionellen Zusammenhang mit Cortisol entzündungshemmend wirksam, außerdem Enzymbestandteil
für die Schwefelverwertung und den Purinstoffwechsel. Mangelerscheinungen sind bisher nur im Ausnahmezustand
parenterale Ernährung bekannt geworden. Ab 10 - 15 mg pro Tag können Vergiftungserscheinungen eintreten.
Der empfohlene Tagesbedarf an Bor wird mit 1 - 7 mg pro Tag beim Erwachsenen
erreicht. Besonders interessant ist, dass es für das reibungslose Zusammenspiel anderer Mineralien zuständig
ist. Die Knochenmineralien Calcium, Phosphor und Magnesium werden bei Bormangel schlechter verwertet, sprich: zu
einem großen Teil mit dem Urin wieder ausgeschieden. Bor ist an der Stoffwechselregulation von Mineralien
und Eiweißen an der Zellmembran beteiligt.
Mit Nüssen, Früchten ( weniger in Citrusfrüchten ), Blattgemüse,
Hülsenfrüchten, Wein und Bier kann man ausreichende Bormengen zu sich nehmen.

Nickel
Schokolade, Nüsse, Vollkorngetreide, Meerestiere, Bohnen enthalten Nickel in physiologisch vorteilhafter stofflicher
Begleitung. Der für Erwachsene festgestellte Bedarf liegt bei 100 - 300 Mikrogramm täglich.
Nickelmangel wird von schlechter Eisenverwertung begleitet, die Kohlenhydratverwertung läuft nicht mehr optimal,
die Zellatmung läuft gebremst ab.
Nickel ist ferner hilfreich bei der Strukturerhaltung der im Zellkern versammelten Proteine und Nukleinsäuren.
Nickelmangel, der durch Stress und Fehlernährung schon mal auftreten kann, macht sich durch übermäßige
Schweißbildung, Verdauungsstörungen, Blutarmut, Leberverfettung, Herzschwäche, Unruhe und Nierenfunktionsstörungen
bemerkbar.

Vanadin
Vanadin unterstützt das Wachstum von Knochen, Zähnen und Knorpeln bei deren Neubildung. Fett- und Cholesterinwerte
im Blut werden gesenkt. Da Vanadin auf die gleichen Transportmoleküle wie Chrom, Eisen und Mangan angewiesen
ist, um in den Körper zu gelangen, können diese letzteren bei Zufuhr hoher Vanadindosen verdrängt
werden. 10 - 30 Mikrogramm werden vom Erwachsenen täglich aufgenommen. Giftig wirkt eine Dosierung ab 100
Mikrogramm.
Giftige Vanadinanreicherungen im Körper können durch Nährstoffmängel, etwa an Eisen oder Vitamin
C oder auch durch ungefilterte Industrieabgase auftreten. Symptome sind dann entzündete Augen, Bronchitis
oder Hautveränderungen.
Schalentiere, Pilze, schwarzer Pfeffer, Dill, Petersiie, Fisch, Vollkorn- und Milchprodukte enthalten in der Regel
genügend Vanadin.
Lithium
Lithium hemmt Übererregbarkeit, hat direkten Einfluss auf die Nerven, die für Konzentration und Motorik
zuständig sind, und wird daher zur Behandlung von Psychosen und Depressionen gezielt eingesetzt.Es ist auch
an Zellprozessen in den roten Blutkörperchen, am Bau weißer Blutkörperchen und Blutplättchen
beteiligt.
Der tägliche Bedarf des Erwachsenen liegt bei 100 Mikrogramm. Hartes Wasser enthält auch stets viel Lithium.
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